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INSIDE: In aller Kürze

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INSIDE: Ein Blick ins Erdinnere

Das bessere Verständnis der Prozesse, die zu Seismizität und Bodendeformation im Untergrund führen, ist eine Herausforderung, der sich die Geothermiebranche derzeit stellen muss.
Seismic SurveyGaucher/KIT, SWM

Nur dadurch ist ein effektives Monitoring und eine risikominimierte Betriebsführung möglich. Ziel des INSIDE-Projekts war es, diese Erkenntnislücke zu schließen. Daraus  konnten die Forschenden Maßnahmen ableiten, die das Risiko für die Erschließung des Malm-Reservoirs im Raum München mindern.

ALLER GUTEN DINGE SIND DREI 

Das INSIDE-Projekt hatte drei Hauptaufgaben:

  1. Weiterentwicklung und Ausbau des aktiven und passiven Monitorings zur kontinuierlichen Erfassung der Mikroseismizität und der Bodenhebung/-senkung. Hierbei verglichen die Forschenden die Leistungsfähigkeit innovativer und etablierter Messverfahren und -konfigurationen.
  2. Weiterentwicklung und Umsetzung innovativer numerischer Modellierung zur Beschreibung und Vorhersage von induzierter Seismizität und Bodenhebungen/-senkungen in einem städtischen Umfeld.
  3. Die Echtzeit-Integration von Messdaten und Modellierung in die Betriebsprozesse eines Geothermieprojekts.
Geothermie in München: Eine Erfolgsgeschichte

Seit etwa 20 Jahren wird im Münchner Raum erfolgreich Tiefenwärme genutzt. Mit einem äußerst geringen Flächenverbrauch, niedrigen Emissionen und höchster Effizienz vereint die Tiefengeothermie viele Vorteile.

Tiefengeothermie ist eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die grundlastfähig ist. Das heißt, sie ist stabil und von äußeren Einflüssen unabhängig nutzbar. Für Wärmekundinnen und - kunden bedeutet die Fernwärme aus Geothermie eine Versorgung mit zuverlässiger, heimischer, erneuerbarer Energie. Die Tiefengeothermie ist ein wichtiger Beitrag zur Wärmewende.

Sobald Energie genutzt wird, wirkt sie auf unseren Lebensraum ein. Das gilt auch für die Tiefengeothermie. Sie kann Mikroseismizität verursachen. Das sind kleine und kleinste Erschütterungen im Erdinneren, die für Menschen in aller Regel nicht wahrnehmbar sind. Hoch empfindliche seismologische Messinstrumente können sie jedoch aufzeichnen. Seismische Messungen, die seit Jahren begleitend durchgeführt werden, zeigen teilweise Spannungsumlagerungen im Untergrund. Den geologischen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang galt es wissenschaftlich zu untersuchen.
Mit INSIDE hatten es sich die zwei Geothermiebetreiber SWM und IEP sowie das Forschungsinstitut KIT zur Aufgabe gemacht, diese wissenschaftliche Lücke zu schließen.  

Die Forschenden wandten unter anderem folgende Methoden an:

  • Sie nahmen Mikroseismizität räumlich und zeitlich hochauflösend auf und verorteten sie in 3D-geologischen Datensätzen
  • Sie maßen satellitengestützt mögliche Bodenhebungen und -senkungen und kalibrierten sie mit Feldmessungen
  • Sie bauten ein Geschwindigkeitsmodell mit Hilfe von Messungen auf, das eine exakte Tiefenlokalisierung von mikroseismischen Ereignissen zulässt
  • Und sie entwickelten ein Reservoirmodell entwickelt, das verdeutlicht, wie die Nutzung geothermischer Ressourcen mit den beobachteten Effekten in Zusammenhang steht.

 

 

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Screenshot TV München: Realtime monitoring TV München
Presse-Mitteilung

...vom 1.4.2022 zur Echtzeit-Überwachung der Münchener Geothermieanlage in der Schäftlarnstraße

Zur Pressemitteilung
Screenshot TV München - Jerome Azzola TV München
TV-Bericht

TV München berichtet zum INSIDE-Projekt, an dem auch Wissenschaftler des KIT beteiligt sind.

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