Sprecher und Sprecherkreis des Arbeitskreises Geothermie

Die Interessen des Arbeitskreises werden innerhalb der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) durch eine Sprecherin bzw. einen Sprecher vertreten. Diese/r wird als Gast zu den Vorstandssitzungen der DGG geladen, berichtet auf der DGG-Mitgliederversammlung über die Aktivitäten des Arbeitskreises, kümmert sich um regelmäßige Treffen und koordiniert alle weiteren Aktivitäten. Die Sprecherin bzw. der Sprecher des Arbeitskreises Geothermie wird auf der konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises im Herbst 2015 erstmalig gewählt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Der Sprecherkreis unterstützt den Sprecher in der inhaltlichen Arbeit.

Im September 2026 wurde Dr. Carsten Lehmann zum neuen Sprecher des Arbeitskreises Geothermie gewählt. Er folgt auf Prof. Dr. Thomas Kohl, der das Amt seit 2017 innehatte und dem Arbeitskreis weiterhin als Mitglied des Sprecherkreises verbunden bleibt.

Sprecher

Dr. Carsten Lehmann – Stadtwerke Münster

Dr. Carsten Lehmann ist Projektleiter für Erneuerbare Wärme bei den Stadtwerken Münster und betreut dort das Projekt zur Tiefengeothermie. Er studierte Geophysik an der Universität Münster und promovierte anschließend in Bremerhaven im Bereich der marinen Seismik. Seit September 2026 ist er Sprecher des Arbeitskreises Geothermie der DGG.

Sprecherkreis

Prof. Dr. Thomas Kohl – Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Thomas Kohl ist Inhaber des Lehrstuhls für Geothermie und Reservoir-Technologie am Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT. Seine Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die geothermische Nutzung des tiefen Untergrunds und die Charakterisierung geothermischer Reservoire. Von 2017 bis September 2026 war er Sprecher des Arbeitskreises Geothermie und gehört seither dem Sprecherkreis an.

Dr. Steffen Abe – Institut für geothermisches Ressourcenmanagement (igem)

Dr. Steffen Abe ist Geophysiker und seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am igem. Er studierte Geophysik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte an der University of Queensland in Brisbane, Australien. Nach wissenschaftlichen Tätigkeiten am University College Dublin und an der RWTH Aachen liegen seine Forschungsschwerpunkte am igem vor allem auf der Geomechanik und der induzierten Seismizität.

Dr. Jérôme Azzola – Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Dr. Jérôme Azzola ist Seismologe in der Arbeitsgruppe Geothermie und Reservoir-Technologie am KIT. Er leitet die Forschungsaktivitäten zu innovativen Sensormethoden für das seismische Monitoring, insbesondere zur faseroptischen Sensorik (Distributed Acoustic Sensing, DAS) und zu partizipativen Ansätzen. Er koordiniert unter anderem das Forschungsprojekt RUBADO (FKZ 03EE4076A) und verantwortet das seismische Monitoring in den Forschungsprojekten DeepStor und GeoLaB.

Dr. Abolfazi Komeazi – Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dr. Abolfazl Komeazi ist Seismologe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er auch promovierte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des seismischen Monitorings geothermischer Systeme, insbesondere unter Einsatz innovativer faseroptischer Sensortechnologien (DAS) sowie Machine-Learning-basierter Methoden zur Analyse seismischer Daten. Er koordiniert an der Goethe-Universität das Forschungsprojekt AGENS, das sich mit der Entwicklung und Anwendung moderner seismischer Monitoringverfahren für Tiefengeothermie-Anlagen beschäftigt.

Prof. Dr. Gregor Hillers – Universität Helsinki / Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Gregor Hillers ist Seismologe und beschäftigt sich mit der Analyse natürlicher und anthropogener seismischer Wellenfelder. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Anwendung und Entwicklung seismischer Arraytechnologien, der seismischen Datenverarbeitung und der numerischen Modellierung zur Untersuchung und Überwachung geophysikalischer Prozesse. Ein besonderer Fokus liegt auf der Charakterisierung von Verwerfungszonen und geothermischen Reservoiren sowie auf der Untersuchung induzierter Seismizität und der Wechselwirkungen zwischen Geoenergiesystemen und ihrer Umgebung.